§ 44 BMG. Einfache Melderegisterauskunft

Bundesmeldegesetz (BMG) vom 3. Mai 2013
[26. November 2019]
1§ 44. Einfache Melderegisterauskunft.
(1) [1] Wenn eine Person zu einer anderen Person oder wenn eine andere als die in § 34 Absatz 1 Satz 1 oder § 35 bezeichnete Stelle Auskunft verlangt, darf die Meldebehörde nur Auskunft über folgende Daten einzelner bestimmter Personen erteilen (einfache Melderegisterauskunft):
  • 1. Familienname,
  • 22. Vornamen unter Kennzeichnung des gebräuchlichen Vornamens,
  • 3. Doktorgrad und
  • 4. derzeitige Anschriften sowie,
  • 5. sofern die Person verstorben ist, diese Tatsache.
[2] Sofern die Daten für gewerbliche Zwecke verwendet werden, sind diese anzugeben.
(2) Absatz 1 gilt auch, wenn Auskunft über Daten einer Vielzahl von Personen verlangt wird.
3(3) Die Erteilung einer einfachen Melderegisterauskunft ist nur zulässig, wenn
  • 1. die Identität der Person, über die eine Auskunft begehrt wird, eindeutig festgestellt werden kann auf Grund der in der Anfrage mitgeteilten Angaben über
    • a) den Familiennamen,
    • b) den früheren Namen,
    • c) die Vornamen,
    • d) das Geburtsdatum,
    • e) das Geschlecht oder
    • f) eine Anschrift und
  • 2. die Daten nicht für Zwecke der Werbung oder des Adresshandels verwendet werden und die Auskunft verlangende Person oder Stelle dies erklärt.
4(4) Es ist verboten, Daten aus einer Melderegisterauskunft gewerblich zu verwenden, ohne dass ein Zweck nach Absatz 1 Satz 2 bei der Anfrage angegeben wurde.
5(5) § 45 Absatz 2 gilt entsprechend.
Anmerkungen:
1. 1. November 2015: Artt. 1, 4 S. 1 des Gesetzes vom 3. Mai 2013.
2. 1. November 2016: Artt. 1 Nr. 13, 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016.
3. 26. November 2019: Artt. 16 Nr. 27 Buchst. a, 155 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. November 2019.
4. 26. November 2019: Artt. 16 Nr. 27 Buchst. a, 155 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. November 2019.
5. 26. November 2019: Artt. 16 Nr. 27 Buchst. b, 155 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. November 2019.