§ 19 BMG. Mitwirkung des Wohnungsgebers

Bundesmeldegesetz (BMG) vom 3. Mai 2013
[26. November 2019]
1§ 19. Mitwirkung des Wohnungsgebers.
(1) 2[1] Der Wohnungsgeber ist verpflichtet, bei der Anmeldung mitzuwirken. 3[2] Hierzu hat der Wohnungsgeber oder eine von ihm beauftragte Person der meldepflichtigen Person den Einzug schriftlich oder gegenüber der Meldebehörde nach Absatz 4 auch elektronisch innerhalb der in § 17 Absatz 1 genannten Frist zu bestätigen. 4[3] Er kann sich durch Rückfrage bei der Meldebehörde davon überzeugen, dass sich die meldepflichtige Person angemeldet hat. 5[4] Die meldepflichtige Person hat dem Wohnungsgeber die Auskünfte zu geben, die für die Bestätigung des Einzugs erforderlich sind. [5] Die Bestätigung nach Satz 2 darf nur vom Wohnungsgeber oder einer von ihm beauftragten Person ausgestellt werden.
(2) Verweigert der Wohnungsgeber oder eine von ihm beauftragte Person die Bestätigung oder erhält die meldepflichtige Person sie aus anderen Gründen nicht rechtzeitig, so hat die meldepflichtige Person dies der Meldebehörde unverzüglich mitzuteilen.
(3) Die Bestätigung des Wohnungsgebers enthält folgende Daten:
  • 61. Name und Anschrift des Wohnungsgebers und wenn dieser nicht Eigentümer ist, auch den Namen des Eigentümers,
  • 72. Einzugsdatum,
  • 3. Anschrift der Wohnung sowie
  • 84. Namen der nach § 17 Absatz 1 meldepflichtigen Personen.
(4) [1] Bei einer elektronischen Bestätigung gegenüber der Meldebehörde erhält der Wohnungsgeber ein Zuordnungsmerkmal, welches er der meldepflichtigen Person zur Nutzung bei der Anmeldung mitzuteilen hat. [2] § 10 Absatz 2 und 3 gilt entsprechend. 9[3] Sofern die Meldebehörde weitere Formen der Authentifizierung des Wohnungsgebers vorsieht, ist sicherzustellen, dass Maßnahmen nach den Artikeln 24, 25 und 32 der Verordnung (EU) 2016/679 getroffen werden.
(5) Die Meldebehörde kann von dem Eigentümer der Wohnung und, wenn er nicht selbst Wohnungsgeber ist, auch vom Wohnungsgeber Auskunft verlangen über Personen, welche bei ihm wohnen oder gewohnt haben.
(6) Es ist verboten, eine Wohnungsanschrift für eine Anmeldung nach § 17 Absatz 1 einem Dritten anzubieten oder zur Verfügung zu stellen, obwohl ein tatsächlicher Bezug der Wohnung durch einen Dritten weder stattfindet noch beabsichtigt ist.
Anmerkungen:
1. 1. November 2015: Artt. 1, 4 S. 1 des Gesetzes vom 3. Mai 2013.
2. 1. November 2016: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. aa, 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016.
3. 1. November 2016: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb, 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016.
4. 1. November 2016: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. cc, 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016.
5. 1. November 2016: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. dd, 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016.
6. 1. November 2016: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. b Doppelbuchst. aa, 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016.
7. 1. November 2016: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. b Doppelbuchst. bb, 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016.
8. 1. November 2016: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. b Doppelbuchst. cc, 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016.
9. 26. November 2019: Artt. 16 Nr. 16, 155 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. November 2019.

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