§ 98 AufenthG. Bußgeldvorschriften

Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG) vom 30. Juli 2004
[1. August 2017]
1§ 98. Bußgeldvorschriften.
(1) Ordnungswidrig handelt, wer eine in § 95 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 oder Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe b bezeichnete Handlung fahrlässig begeht.
(2) Ordnungswidrig handelt, wer
  • 1. entgegen § 4 Abs. 5 Satz 1 einen Nachweis nicht führt,
  • 22. entgegen § 13 Abs. 1 Satz 2 sich der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht unterzieht,
  • 32a. entgegen § 47a Satz 1, auch in Verbindung mit Satz 2, oder entgegen § 47a Satz 3, ein dort genanntes Dokument nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt oder einen Abgleich mit dem Lichtbild nicht oder nicht rechtzeitig ermöglicht,
  • 43. entgegen § 48 Abs. 1 oder 3 Satz 1 eine dort genannte Urkunde oder Unterlage oder einen dort genannten Datenträger nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt, nicht oder nicht rechtzeitig aushändigt oder nicht oder nicht rechtzeitig überlässt oder
  • 54. einer vollziehbaren Anordnung nach § 44a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, Satz 2 oder 3 zuwiderhandelt.
6(2a) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder leichtfertig
  • 1. entgegen § 4 Absatz 3 Satz 2 einen Ausländer mit einer nachhaltigen entgeltlichen Dienst- oder Werkleistung beauftragt, die der Ausländer auf Gewinnerzielung gerichtet ausübt,
  • 2. entgegen § 19c Absatz 1 Satz 2 oder 3 eine Mitteilung nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig macht,
  • 3. entgegen § 19d Absatz 7 eine Anzeige nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erstattet oder
  • 4. entgegen § 60a Absatz 2 Satz 7 eine Mitteilung nicht, nicht richtig, nicht vollständig, nicht in vorgeschriebener Weise oder nicht rechtzeitig macht.
7(2b) (weggefallen)
(3) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
  • 81. entgegen § 4 Abs. 3 Satz 1 eine selbständige Tätigkeit ausübt,
  • 92. einer vollziehbaren Auflage nach § 12 Abs. 2 Satz 2 oder Abs. 4 zuwiderhandelt,
  • 102a. entgegen § 12a Absatz 1 Satz 1 den Wohnsitz nicht oder nicht für die vorgeschriebene Dauer in dem Land nimmt, in dem er zu wohnen verpflichtet ist,
  • 112b. einer vollziehbaren Anordnung nach § 12a Absatz 2, 3 oder 4 Satz 1 oder § 61 Absatz 1c zuwiderhandelt,
  • 123. entgegen § 13 Abs. 1 außerhalb einer zugelassenen Grenzübergangsstelle oder außerhalb der festgesetzten Verkehrsstunden einreist oder ausreist oder einen Pass oder Passersatz nicht mitführt,
  • 134. einer vollziehbaren Anordnung nach § 46 Abs. 1, § 56 Absatz 1 Satz 2 oder Abs. 3 oder § 61 Absatz 1e zuwiderhandelt,
  • 145. entgegen § 56 Absatz 1 Satz 1 eine Meldung nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig macht,
  • 155a. einer räumlichen Beschränkung nach § 56 Absatz 2 oder § 61 Absatz 1 Satz 1 zuwiderhandelt,
  • 166. entgegen § 80 Abs. 4 einen der dort genannten Anträge nicht stellt oder
  • 177. einer Rechtsverordnung nach § 99 Absatz 1 Nummer 3a Buchstabe d, Nummer 7, 10 oder 13a Satz 1 Buchstabe j zuwiderhandelt, soweit sie für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist.
18(4) In den Fällen des Absatzes 2 Nr. 2 und des Absatzes 3 Nr. 3 kann der Versuch der Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
19(5) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 2a Nummer 1 mit einer Geldbuße bis zu fünfhunderttausend Euro, in den Fällen des Absatzes 2a Nummer 2, 3 und 4 mit einer Geldbuße bis zu dreißigtausend Euro, in den Fällen des Absatzes 2 Nr. 2 und des Absatzes 3 Nr. 1 mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro, in den Fällen der Absätze 1 und 2 Nr. 1, 2a und 3 und des Absatzes 3 Nr. 3 mit einer Geldbuße bis zu dreitausend Euro und in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu tausend Euro geahndet werden.
(6) Artikel 31 Abs. 1 des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge bleibt unberührt.
Anmerkungen:
1. 1. Januar 2005: Artt. 1, 15 Abs. 3 Halbs. 1 des Gesetzes vom 30. Juli 2004.
2. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 78 Buchst. a Doppelbuchst. aa, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
3. 15. Juni 2017: Artt. 7 Nr. 3 Buchst. a, 16 Abs. 1 des Gesetzes vom 8. Juni 2017.
4. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 46 Buchst. a, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
5. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 78 Buchst. a Doppelbuchst. bb, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
6. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 33 Buchst. a, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
7. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 33 Buchst. b, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
8. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 78 Buchst. c Doppelbuchst. aa, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
9. 6. August 2016: Artt. 5 Nr. 13 Buchst. b Doppelbuchst. aa, 8 Abs. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2016.
10. 6. August 2016: Artt. 5 Nr. 13 Buchst. b Doppelbuchst. bb, 8 Abs. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2016.
11. 6. August 2016: Artt. 5 Nr. 13 Buchst. b Doppelbuchst. bb, 8 Abs. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2016.
12. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 78 Buchst. c Doppelbuchst. bb, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
13. 1. Januar 2016: Artt. 13 Nr. 2, 15 Abs. 2 des Gesetzes vom 20. Oktober 2015.
14. 1. Januar 2016: Artt. 13 Nr. 2, 15 Abs. 2 des Gesetzes vom 20. Oktober 2015.
15. 6. August 2016: Artt. 5 Nr. 13 Buchst. b Doppelbuchst. cc, 8 Abs. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2016.
16. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 78 Buchst. c Doppelbuchst. bb, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
17. 6. September 2013: Artt. 1 Nr. 30, 7 S. 3 des Gesetzes vom 29. August 2013.
18. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 78 Buchst. d, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
19. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 33 Buchst. c, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.