§ 123 AO. Bestellung eines Empfangsbevollmächtigten

Abgabenordnung (AO) vom 16. März 1976
[6. November 2015]
1§ 123. Bestellung eines Empfangsbevollmächtigten. 2[1] Ein Beteiligter ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, Sitz oder Geschäftsleitung im Inland, in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem Staat, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum anwendbar ist, hat der Finanzbehörde auf Verlangen innerhalb einer angemessenen Frist einen Empfangsbevollmächtigten im Inland zu benennen. [2] Unterlässt er dies, so gilt ein an ihn gerichtetes Schriftstück einen Monat nach der Aufgabe zur Post und ein elektronisch übermitteltes Dokument am dritten Tage nach der Absendung als zugegangen. [3] Dies gilt nicht, wenn feststeht, dass das Schriftstück oder das elektronische Dokument den Empfänger nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt erreicht hat. [4] Auf die Rechtsfolgen der Unterlassung ist der Beteiligte hinzuweisen.
Anmerkungen:
1. 28. August 2002: Artt. 4 Nr. 9, 74 Abs. 1 des Gesetzes vom 21. August 2002.
2. 6. November 2015: Artt. 7 Nr. 2, 18 Abs. 1 des Gesetzes vom 2. November 2015.